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Wien ist vorn! (2009)
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Erste feierliche Wiener Gassenumbenennung nach lebenden zeitgenössischen Künstlerinnen; –
Intervention mit Reden, Denkmalenthüllungen und Demonstration.

Die Wiener Strassennamen dienen nicht nur der Orientierung im Strassennetz, sie erzählen auch Geschichten und beschreiben so den Charakter der Stadt. Sie erinnern an wichtige Ereignisse und ehren bedeutende Persönlichkeiten.

In anderen Städten sind viele Strassen einfach durchnummeriert. In Wien hat jede der über 6.200 Verkehrsflächen ihren eigenen, aussagekräftigen Namen.

In Wien entstehen besonders im Zuge grosser Bauprojekte neue Verkehrsflächen, für die passende Namen gefunden werden müssen. Eine Umbenennung von bereits bestehenden Verkehrsflächen ist selten, aber möglich. Die Benennung nach einer lebenden Person ist nicht gestattet. Sie ist frühestens ein Jahr nach deren Ableben möglich.
… so das Webservice der Stadt Wien.

Doch am 30.September 09 kam ein Stein ins Rollen, der eine Lawine von Wiener Innovationen nach sich ziehen wird:

Die Baumgasse und die Rasumofskygasse im 3. Wiener Gemeindebezirk wurden kurzfristig nach zwei bedeutenden lebenden Künstlerinnen
in JUDITH BAUM GASSE und KATHARINA RAZUMOVSKY GASSE umbenannt.

Ergänzt wurden die Feierlichkeiten durch entsprechende Denkmalenthüllungen durch die Bezirksvorstehung, da zwei Statuen der Künstlerinnen in den letzten Monaten am Kunstmarkt auf tauchten. Weiters bedachten die beiden geehrten Künstlerinnen die Stadt Wien mit ihren Dankesreden.

Zudem führte eine unter beachtlichem Polizeischutz stehende Demonstration von der Judith Baum Gasse zur Katharina Razumovsky Gasse, welche unter dem engagierten Motto der gezielten und vertieften Ehrung lebender und sich allerbester Gesundheit erfreuender Künstlerinnen stand.

In der Ausstellung “Wiener Gerücht” wurde anschliessend im MUSA die Dokumentation dieser einmaligen Ehrung zweier lebender zeitgenössischer Künstlerinnen gezeigt, die begleitet wurde von derfeierlichen Umrahmung, ja geradezu berührenden Installation ihrer beiden Denkmäler, welche sich einerseits beim Klassizismus Antonio Canovas, andererseits beim Höllentor Auguste Rodins ihre Anleihen holten. … MM